Traenen warten nicht bis Schlag 12.

Sie schmecken nach der Gewissheit, dass die Zeit rennt. Und danach, dass man nichts und alles in der Hand hat. Das soviel hinter einem liegt, wie nur vor einem liegen kann. Der Geschmack der Raumzeit, für 12 Monate gewesen zu sein, hier und dort und überall, atmend, stockend, liebend.



Hier muss ich dir - von all den vielen Worten, die du nie verdient hattest - noch eines sagen: Ich danke dir, weil ich Dich so sehr hasse und so sehr liebe, weil du mir Leben geschenkt hast, das nicht meines ist und das ich hüten werde, als wäre es nicht meines. Und gleichzeitig schütze ich es wie mein Eigen. Weil du für mich Nichts geworden bist und immernoch Alles. Weil es ein Ende gefunden hat. Für dieses Jahr.

Der Geschmack, der keiner ist, keine Worte finden kann, zu kostbar ist um in Sätzen verpackt abgespeichert zu werden. Trieft vor Kitsch und Überschwung und Unverständnis.
Danke.