Das Versinken im Moment, der einem nichts bietet außer die immer gleichen Lieder in stillstehender Bewegung

Während Jeder um mich das Leben lebt, das er gerade lebt, stehe ich daneben. Versuche das Schöne einzusammeln und das Hässliche auszusperren. Kleine Kleinigkeiten zu finden und zu achten und das Große zu vergessen. Will nichts verpassen und mich nicht verlieren. Wär am Liebsten mittendrin, immer dabei, nie außen vor. Mach innen zu und stell ne große Glaswand zwischen Alles und mich. Man kann durchsehen, aber hindurch kommt man nicht.
Da wünsch ich mich in meine Schreckensträume zurück, in denen ich irgendwer bin, mit Dir an meiner Seite, in großen Städten mit viel Sinnlosem und Einbahnstraßen. Dort passiert soviel und dort habe ich es irgendwie geschafft, mich für Dich zu entscheiden. So als wäre es die einzige Entscheidung, die ich je hätte fällen können, als stände außer Frage Dich für schlecht zu halten. Doch das bist du und du lässt mich nicht entscheiden.
Es gibt viel zu tun doch es bleibt liegen. Neben mir, auf mir, überall. Das zuviel das man wollte wird zu wenig um es zu bekommen. Irgendwann bleibt nur noch die Ahnung, zu wollen, mehr zu wollen, es zu wollen, alles zu wollen. Die Abwesenheit von Aktion, das Drehen auf einer Stelle, das Versinken im Moment, der einem nichts bietet außer die immer gleichen Lieder in stillstehender Bewegung. Wer holt mich ab?