Das Versinken im Moment, der einem nichts bietet außer die immer gleichen Lieder in stillstehender Bewegung

Während Jeder um mich das Leben lebt, das er gerade lebt, stehe ich daneben. Versuche das Schöne einzusammeln und das Hässliche auszusperren. Kleine Kleinigkeiten zu finden und zu achten und das Große zu vergessen. Will nichts verpassen und mich nicht verlieren. Wär am Liebsten mittendrin, immer dabei, nie außen vor. Mach innen zu und stell ne große Glaswand zwischen Alles und mich. Man kann durchsehen, aber hindurch kommt man nicht.
Da wünsch ich mich in meine Schreckensträume zurück, in denen ich irgendwer bin, mit Dir an meiner Seite, in großen Städten mit viel Sinnlosem und Einbahnstraßen. Dort passiert soviel und dort habe ich es irgendwie geschafft, mich für Dich zu entscheiden. So als wäre es die einzige Entscheidung, die ich je hätte fällen können, als stände außer Frage Dich für schlecht zu halten. Doch das bist du und du lässt mich nicht entscheiden.
Es gibt viel zu tun doch es bleibt liegen. Neben mir, auf mir, überall. Das zuviel das man wollte wird zu wenig um es zu bekommen. Irgendwann bleibt nur noch die Ahnung, zu wollen, mehr zu wollen, es zu wollen, alles zu wollen. Die Abwesenheit von Aktion, das Drehen auf einer Stelle, das Versinken im Moment, der einem nichts bietet außer die immer gleichen Lieder in stillstehender Bewegung. Wer holt mich ab?




Nur eins noch.

Love me till i'm me again.

Wort für Wort, ein Satz. Love me till i'm me again. Vor Einbruch der Dunkelheit, des selbstbewussten Alleinstehens. Bevor die Emanzipation gewinnt. Ehe der Stolz wieder zu groß wird. Love me. Bring me back to me. Liebe mich. Mit Haut und Haar.
Bis alte Wunden vergessen und neue aufreissen.






Ich muss dir nur eins noch sagen: Man kann mich nicht lieben.
...außer dem Bildschirm der noch leuchtet.

Stadt. Land. Kind.

Der Tag, an dem man jemanden trifft, mit dem man früher Sex hatte oder: Wenn man weiß, man hat mal keinen Fehler begangen

An Orten des großen Versagens kann man ebensogut merken, man fühlt sich hier wohl. Und es wird klar, da war kein Versagen, kein Aufgeben, da war Entscheiden und Richtungweisen, Sackgasse wählen aber wieder umkehren und da war Zukunft. Heute, in den Räumen der Vergangenheit, vollgepackt mit anderer Vergangenheit, aber einfach so, als gehörte es so. Weil doch alles einen Sinn macht, Jahre später, Stunden zuvor, heute. Weil wir doch alle unseren Weg gehen werden, weil wir wissen wer wir sind. Weil wir wissen was wir wollen.

Das, wovor wir Angst hatten, ist das, was uns letzten Endes rettet.
Stadt, Land, Kind. Und einmal Abi zum Mitnehmen.