[Liebe lässt einem die Wahl: schmerzhafte Wahrheit oder süße Lüge.]

Und da steh ich wieder, mitten in der Welt, in einem Haufen Scheiße mit Stoffschuhen an den Füßen, und mein: 'Ich hätt gern irgendwas dazwischen, zum Mitnehmen und für immer.'
Is aus, haben se nich im Angebot, für was anderes entscheiden kann ich mich aber nicht. Außerdem stinkt Scheiße, ich würde gern schweben können, ich wär gern ne Elfe.
Flügel verschenkt man aber nicht einfach so, die muss man sich erlügen und auch das kann ich nicht.
Da steh ich also immer noch mitten in der Welt, einen Fuß in einem Haufen Scheiße und Stoffschuhen an den Füßen und schreie all meine Wut raus, schrei die Tränen weg, immer gegen den Wind, die verschwendete Jugend und geliebten Lieben und gelebten Leben prallen gegen eine Wand aus Zuckerwattebratwurstfrittiertem, stehen dumm da und verpuffen dann endlich.
Ich wollte deine süße Lüge nicht und du meine schmerzhafte Wahrheit nicht, Liebe passt da nicht dazwischen, irgendwie, für immer zum Mitnehmen.
Für eine Nacht, für ein paar, zum Hieressen und gleich wieder auskotzen. Fast Love.
Dabei wollte ich nur in Watte gepackt und liegengelassen werden, für eine Zeit nur. Ich hätte das selbe für Dich getan.
::Jetzt könnte ich dich rauswühlen aus deinem perfekten Chaos das du dir anhäufst, spinnst wie eine Spinne ihr Netz, aus Rausch und Lügen. Klebrig und stabil. Es hängt immer im Raum, schützt Dich vor mir und manchmal auch Dich vor der Welt. Deine Welt, die niemand kennt, weil keiner nach ihr fragt, weil man nur sieht, was du so tust und dann denkt, man weiß wer du bist. Und ich habe diese leise Ahnung, da ist noch mehr, aber ich bin verpuppt, im Cocon meiner Neurosen hänge ich in meinem eigenen Netz.::

Weißt du, ich wünsche Dir, dass du bald mit deinen Hugo-Boss-Stoffschuhen an den Füßen in einen Haufen Scheiße trittst, das kann manchmal gut tun, auch wenn es zum Himmel stinkt.
(Noch für und über keinen anderen Menschen und für kein anderes Gefühl habe ich je mehr Texte geschrieben, es soll Dir eine Ehre sein.)