Ich würde so gern.

Ich würde so gern daran glauben, dass es einfach nur Angst ist, der du dich hingibst.

Vor deinen Gefühlen, vor der unaushaltsamen Nähe, etwas so tiefem, dass man es nicht benennen kann, einer Sehnsucht, die alles verschwimmen lässt und brennt, Sex, der nie vorher so war und der Beste ist, Angst vor diesem wunderschön gefährlichen, das in der nächsten Minute zerbrechen könnte und in dieser Sekunde so unglaublich weh tut weil man an seiner Wirklichkeit zweifelt.



Denn das würde ich verstehen.











Aber du liebst mich einfach nicht.
[Siedend heiß auf der Haut.
Um zu spüren wie es ist.
Frei von allem, nah bei mir.

Kalter Kontrast, dein.

Ein Nichts und Niemand. So groß, bis es schmerzt.
Und gestern und heute und morgen.
Verloren. Gegangen.]

Die Grenzen, die verwischen, das Zuviel, das man will und das Wissen, nichts zu wissen.

Wenigstens bin ich jetzt dümmer als zuvor. Und kann das Tagtäglichdauerschleifealbum zu Recht tagtäglich dauerschleife hören.
Das von der Zuneigung erzählt, die sich nicht die Waage hält und vom Zweifel der sich regt, die Nähe, die man eigentlich nicht aushalten kann und vom Abschied, der immer mitkommt.
Der mit Dir an die Türe klopft, wenn du noch gar nich eingetreten bist.
Zeit, die man bräuchte, ein Herz, das vielleicht nicht stark genug ist, das Verletzen, das bestimmt bald wieder Einzug hält und das Empfinden, das irgendwas empfindet, aber keine Worte finden kann.
Warum sind nur deine Lippen so weich und deine Arme so stark und deine Kuhle am Hals so perfekt für mich, warum kannst du mich nur so halten wie du mich halten kannst und warum will ich nur von Dir aufgefangen und getragen werden. Ohne all dies zu fragen.
Bis morgen wieder das Leben über uns einbricht und uns klar macht, dass es da nichts gibt. Zwischen Dir und mir. Nur selten ein leises Verlieben das nicht gehalten werden möchte. Oder wollen wir es nicht halten? Wüssten wir nur, was der Wille begehrt, könnte ich nur lesen, was meine Gefühle sprechen. Doch wenn du da bist, weiß ich nichts und bin nichts und höre nichts außer Du. Da bist Du und du riechst gut und hast tolle Haare und manchmal auch ne komische Art. Mehr gibt's da einfach nicht und mehr braucht's da einfach nicht.
Vielleicht, weil du Sicherheit bist in deiner Unzuverlässigkeit und Unsicherheit und dem Abschied. Und Stirnbieten. Und Rätselraten. Und vielleicht ist das alles gar nicht echt sondern wäre nur schön, wenn es das wäre.

[Liebe lässt einem die Wahl: schmerzhafte Wahrheit oder süße Lüge.]

Und da steh ich wieder, mitten in der Welt, in einem Haufen Scheiße mit Stoffschuhen an den Füßen, und mein: 'Ich hätt gern irgendwas dazwischen, zum Mitnehmen und für immer.'
Is aus, haben se nich im Angebot, für was anderes entscheiden kann ich mich aber nicht. Außerdem stinkt Scheiße, ich würde gern schweben können, ich wär gern ne Elfe.
Flügel verschenkt man aber nicht einfach so, die muss man sich erlügen und auch das kann ich nicht.
Da steh ich also immer noch mitten in der Welt, einen Fuß in einem Haufen Scheiße und Stoffschuhen an den Füßen und schreie all meine Wut raus, schrei die Tränen weg, immer gegen den Wind, die verschwendete Jugend und geliebten Lieben und gelebten Leben prallen gegen eine Wand aus Zuckerwattebratwurstfrittiertem, stehen dumm da und verpuffen dann endlich.
Ich wollte deine süße Lüge nicht und du meine schmerzhafte Wahrheit nicht, Liebe passt da nicht dazwischen, irgendwie, für immer zum Mitnehmen.
Für eine Nacht, für ein paar, zum Hieressen und gleich wieder auskotzen. Fast Love.
Dabei wollte ich nur in Watte gepackt und liegengelassen werden, für eine Zeit nur. Ich hätte das selbe für Dich getan.
::Jetzt könnte ich dich rauswühlen aus deinem perfekten Chaos das du dir anhäufst, spinnst wie eine Spinne ihr Netz, aus Rausch und Lügen. Klebrig und stabil. Es hängt immer im Raum, schützt Dich vor mir und manchmal auch Dich vor der Welt. Deine Welt, die niemand kennt, weil keiner nach ihr fragt, weil man nur sieht, was du so tust und dann denkt, man weiß wer du bist. Und ich habe diese leise Ahnung, da ist noch mehr, aber ich bin verpuppt, im Cocon meiner Neurosen hänge ich in meinem eigenen Netz.::

Weißt du, ich wünsche Dir, dass du bald mit deinen Hugo-Boss-Stoffschuhen an den Füßen in einen Haufen Scheiße trittst, das kann manchmal gut tun, auch wenn es zum Himmel stinkt.
(Noch für und über keinen anderen Menschen und für kein anderes Gefühl habe ich je mehr Texte geschrieben, es soll Dir eine Ehre sein.)

Neverdays.


Seit heute verwende ich Bastmatten als Tischunterlage und rutschfeste Matten unter meinem Badteppich.
Ein wenig ist es, als würde ich meine Wohnung dingfest machen für Dich. Der du alle Regeln gebrochen hast, weil du sie nicht kanntest. Als ob du irgendwann wieder kommen würdest und als ob ich dann nachsichtig sein würde, um Dir zu zeigen, wie ernst ich es meine. Als ob das etwas nützen würde und als ob du jemals wiederkommen würdest.
Immer öfter begegnest du mir, der Traum gleicht dem Alltag, nie siehst du mich an.
Schießt deine Fotos über mich hinweg, fasst deine Gedanken neben mir her, immer wieder ein Stück für mich zu greifen um es wieder zu zerknülln.
Deine Nummer in meinem Kopf als hätte ich in meinem Leben keine andere gewählt. Ungewählt bis ich sie wieder vergessen kann.
Stolperst du mir heute Nacht wieder über den Weg, ich hinter dir, du immer voraus, unsicher auf deinem Weg, läufst du mir morgen wieder entgegen ohne mich zu erkennen weil ich Dich ignoriere?
Leise stelle ich Fragen, auf die es keine Antwort gibt, leise halte ich Dich fest, ohne das du es bemerkst.