Breaking the waves.


Mit dem Auslöser deiner Kamera klingelt der erste Wecker diesen Morgen über der Stadt. Schnelles, hohes Fiepen, ansteigend laut. Langsam geht die Nacht schlafen, der Tagesnebel kehrt zurück, Dunst der großen Stadt. Luftverpestend atemlos.
Blasse Gestalten huschen um jede Ecke, treten den Heimweg gen Realität an, ohne zu wissen, ob sie je ankommen. Fröhlicher Frischebrötchenduft weht durch Sandsteingemäuer und vermischt sich mit Billigwaschmittel. Ölig auf der Haut, staubig in den Haaren.
Fortschreitender Kapitalismus durch alle Ritzen, Glück des Geldes, wer keines hat, is(s)t nichts. Die chinesischen Weisheiten und Körperklause gegen den Stress, den es verursacht und die Ratten, die ihm hinterherlaufen wie dem Fänger aus Hameln. Blind und tollwütig.
Als wüssten wir es alle besser stolzieren wir heute wieder, wohin und warum, das wissen wir nicht. Irgendwen suchen oder irgendwas finden. Uns nicht mehr verstehen oder die anderen nicht mehr hören müssen. Allein, kalt und stolz.


The persistence of memory.