The fucking Fuck.

Handys klingeln nicht wenn sie aus sind, Herzen schlagen nicht, wenn man sie nicht mehr fühlt, Köpfe denken nicht mehr, wenn man sie verabschiedet hat.
Soviel wollte ich immer für soviele sein, für Jeden von Euch, für Alle, für mich.
Und am Ende war ich doch nur das Schlechte, alle Dämonen, die man heraufbeschworen hat, genau die Gefühle, die man nie hier haben wollte.
Eben genau Ihr.
Ich danke mir nicht, denn ich hasse mich dafür. Für all die Schlechtigkeit und meine Dämonen und mein Fühlen, das eh zu nichts führt, ins Nichts, ins Niemandsland.
Ich bin die Fee, die alle sein wollen, ohne Flügel, ohne Zeit, ohne Herz und ohne Kopf.

We are.

Bald ziehe ich um und dann an die meistbefahrene Hauptstraße der größten Stadt. Bald ziehe ich um und dann in das kleinste Dorf mit den wenigsten Einwohnern.
Nächste Woche gehe ich tanzen, in den teuersten Club dieser Stadt, im kürzesten Rock. Nächste Woche gehe ich tanzen, im Regen, mit meinen buntesten Gummistiefeln und meinem Gänseblümchenschirm.
Du fehlst mir ganz furchtbar und sobald ich Dich sehe, missachte ich Dich und wünschte, du wärest fort.
Ab morgen mache ich Diät und kaufe mir einen Lebensvorrat an Schokolade und Kartoffelchips.
Ich lasse mir meine Haare bodenlang wachsen und schneide sie mir rappelkurz.
Rauchen ist ungesund und mein Tabakbeutel randvoll.
Hundemüde bin ich hellwach.
Ich bin.
Wenn wir wollen, können wir alles sein. Wir sind.


363/365 by jessieroth
363/365, a photo by jessieroth on Flickr.

How long is now?

Ich mag das alles, ich hab das alles im Kopf. Und später werd ich das alles wieder sehen. Ich glaub mein Herz wird ganz schön laut schlagen, aber ich glaube all das, was ich mag, ist in Wirklichkeit viel grauer und nur im Nichthaben schön bunt und aufregend. Aber weißt Du, Du riechst so gut und hier riecht es sogar noch manchmal nach Dir, zumindest rieche ich Dich.
Und irgendwie kommt mir das Alles ziemlich bemitleidenswert vor und irgendwie total trivial und auch scheißegal. Aber irgendwie, manchmal, das ist es bunt und zieht ein bisschen und ich sehe Dich und würde dich gerne sehen. Dann merke ich, dass ich da wieder was mitgenommen hab, das ich erst wieder ganz ehrlich und gerne einen Teil von mir hergeben musste um im Hier wieder neu anfangen zu können und mich gut dabei zu fühlen. Etwas Altes, dass ein bisschen weh tut hat gefehlt, um wieder ein bisschen Glück im Hier zu haben. Und das Herzklopfen, das find ich gar nich so schlimm, und dich und das Alles auch nicht, es war so, es wird so bleiben, wir haben's verkackt aber sind froh darüber, ein wenig zumindest.
Vielleicht im nächsten Leben.

Ach nein, das ist schon besetzt. Außerdem hast du keine Zahnbürste hier vergessen, und das ist ein schlechtes Zeichen für die Zukunft, hab ich gelernt.

Now's the time my now begins.

Schlachtfeld Wohnzimmer. Schlachtfeld Ich.

 
Kuchenkrümmel, Tabak, Asche, Weinkleckse in Gläsern, muffige Socken.
Könnten sie reden würde ich sie bitten. Mir von gestern Nacht erzählen lassen. Durch den Kopfschmerz höre ich ganz leise pochen. Die Erinnerung an die Tage kommt wieder. Verschwommen bist du, verschwommen bin ich. Schlachtfeld Sex. Schlachtfeld Verliebtsein. Schlachtfeld mein Bauchgefühl. Zum Glück ist es draußen grau und zum Glück ist der Kopfschmerz groß und zum Glück interessiert es niemanden, wie es bei mir aussieht.
Vielleicht kann ich jetzt wieder anfangen nach mir zu suchen, vielleicht liegt unter all dem Müll und der Unordnung ein Stück von mir begraben, vielleicht.
Ich räume auf. Unter einem Berg Vergessen liegst du nackt in meinem Bett. Ich sage gar nichts und du küsst mich zum Abschied. Ob du dich melden sollst.
Ich will große Reden schwingen vom verliebdichnichtinmich und vom kleinen Schmerz in mir der anklopft. Aber du bist mir schon verfallen.
Und ich muss mich fragen: Bist du heute nur mit einem Strumpf an beiden Füßen aus dem Haus gegangen?

Stadtkind, wo bist du?

In Berlin ist in Stuttgart ist in Frankfurt sind Nächte eben auch nur Nächte. Und Einsame sind einsam. Dort wirst Du Du sein wie du es hier warst, im Zweifel wird der Zweifel größer, wird alles zurückgelassen geglaubte noch gegenwärtiger, steht dann nur ein paar Millischritte vor deinem Gesicht, es brüllt Dich an. „Warum hast du mich mitgenommen? Konntest du Dich nicht zurücklassen?“
Deine Kraftreserven waren doch beim Startpfiff längst verbraucht, Ernst nahmst du dich selbst nicht mehr und die Räusche waren am Limit von Graubunt.
Wenn man eine Discokugel drüber hängt, wird's dann schöner?
Und wenn man's anders nennt, wird's dann auch anders?
Haben wir nicht alle schon versucht zu flüchten, dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen, Postkarten von Freunden bekommen die einen vermissen, woanders lieben lernen wollen?
Ich bin hier und ich bin jetzt und ich liebe und ich lebe und ich tanze und ich teile Vergangenheiten und ich ficke und ich schreibe und verfluche und suche.
„Es ist egal wo man ist, es kommt darauf an, wie man ist.“

Die Freiheit als Freiheit.


Mein geschriebenes Wort als dein gezeigtes Gefühl als ihr gemaltes Bild als mein Leben. Niemanden möchte ich sehen und niemand möchte ich sein, nicht hier und für die Ewigkeit. Vergänglich möchte ich sein, in den Lügen der Zeit möchte ich aufgehen, mich auflösen, hinter Allem liegen. If I stayed over, ich hätte alle Schätze auf einmal ausgekostet, wäre Baden gegangen, hätte nichts dem Schluß gelassen. Du bist meine Hölle, du bist meine Rettung, du bist mein Drahtseil auf dem ich blanciere, ohne oben und unten zu unterscheiden. Doppelter Boden bricht unter schweren Schritten, ein feines Netz besteht unter Flügelschlägen. Wir würden alles sein, wenn wir es könnten, wir könnten alles sein, wenn wir es wollten. Aber.... wüsste ich doch nur, worauf man wartet, zusammengepfercht in Eure Leben, dein Zauber in mir eingeschlossen, im Dunkeln tappend und im Schein der Sonne wankelnd. Erlöse mich selbst nicht, drehe den Kreisel ewig fort, schwindelerregend halte ich nicht mehr mit, halte mich nicht mehr fern, halte dich nicht mehr hier, fest, für immer.
Euch und Wir und Dich und Ich und Du und Sie und Alle. Drehen wir Pirouetten bis einer aussteigt, bis es uns überdrüssig wird, bis keiner mehr steht.

  1. Man entferne die letzte Ziffer und
  2. Verdopple sie und
  3. Subtrahiere sie von den restlichen Ziffern.
  4. Ist die Differenz negativ und umfasst mehr als zwei Ziffern so lässt man das Minuszeichen weg und
  5. Wiederholt die Schritte 1 bis 3, bis man ein einfaches Vielfaches der Zahl 7 oder eine 0 erhält.]  

Breaking the News. "Wann lerne ich dass mich ein Gesicht nicht beeindrucken kann? Wann? Wann? Nie! Wann?"

Und diese scheiß gedrehten Kippen, ohne Filter! Und nein, die soll noch nicht aufgeraucht sein... Tabakkrümmel anybody?

Boah setz ich mich ernsthaft mit Sonnenbrille vorn Fernseher? Gibt’s da nicht n DeiMuddaWitz?
Es soll dunkel sein, dunkel wie in mir auch draußen auch immer auch hier.
Schätzelein, es ist gerade erst hell geworden.
Fucking fuck, Donnerstag war oder? Nee Freitag. Wie jetzt? Ja Scheiße. Aber ich warte ja nur und wache Morgen nicht auf ,weil ich nicht geschlafen habe, mehr ist das nicht, also ist es auch echt einfach Titte, welchen Wochentag wir haben.
Mein Kaffeevollautomat heißt übrigens Tittenherbert. Aber das is geklaut.

Bedrohlich aber zu sonst kurz steht die Chatliste rechts im Browser, Namen die dir nichts sagen, weil du den Klang noch nie hörtest, irgendwie doch unsichtbare Augen, die dir folgen, Bilder die neu sind, also keine Ahnung, wer is´n das nun, wann hab ich den denn angenommen? Ach, hier, klar.. Pinnwandsperre.

Natürlich, ich wusste schon vor 3 Wochen dass da jetzt einiges fehlt, jaha, i knew! Aber ich hab´s beiseite gelegt und nicht mehr dran gedacht, keinen Kopf gehabt, hätt ich drüber nachgedacht, hätts wehgetan. Dafür ärger ich mich jetzt eben zu dem Schmerz noch über mich. Weil wie immer, liegenlassen, aufschieben, hat ja 3 Wochen geklappt!

Man merkt, dass das alles nichts ist, nein man weiß es, vielleicht wusste ich´s von Anfang an. Gebe ich dir nun doch die Macht, ein bisschen zu deiner Genugtuung, die dein innerer Kampf noch braucht?

Ich werde vulgär, jetzt, wo es gerade erst hellgeworden ist, irgendwas zwischen Mittwoch und Samstag. (Die Zeiten ändern dich?) Endlich bin ich weit genug weg von mir in diesen Tagen, auch im Spiegel, eher unbekannt.
Kann nicht mehr streiten und mag nicht mehr entscheiden und zum paranoid werden ist´s noch zu früh oder auch zu spät, also überlass ich alles einer reinen Schizophrenie.
Du kannst nur ab und an einen Satz sagen. Der wirkt dann bedeutungsschwanger und raubt mir kurz den Atem, was ich mag.
Da merk ich, ich weiß noch was Gefühle sind und hab vor deinen gerade nen heiden Respekt.

„Ich lass Menschen vorbeiziehn,
wink ihnen hinterher,
verlang nach ihrem Bann.
Komm dreh dich um und schau zurueck
und komm zurueck und sprich mich an,
frag mich ob du mich retten kannst,
fordere mich auf zum Tanz“ Hans Unstern - Paris

Drei Welten in meiner. Und doch nur eine subjektive Wahrnehmung der Gegenwart.

[Hat sich betrunken an jedem Moment, die Sekunden saugten aus. Stunden wurden sie und dickflüssig floßen sie. Wurden Tage, Wochen, Jahrelang.

Sirupähnlich hin zu Zerkautemkaugummigrau gerissen und verschlissen. Ins Haar geklebt.

Das Reinlassen ausschalten, das Rauslassen loslassen.

Stroboblitze, Sekundentakt. Unisono mit deinem Scheiß.

Dann Schwarze Schafe mit Charlie Sheen und der Bar 45 in Berlin.

Spannendes Drahtseil, blutende Striemen in Fußsohlen, Wahn oder Schmerz.

Giftpfeile in leere Gedankenblasen schießen, Blicke töten.

Universellen Weltschmerz auskotzen. Fremden ins Gesicht, die deine Sprache nicht sprechen. Den Bass immernoch hören.]

Da stehst du auf.(Erster Akt; Sie betritt die Bühne) Kaffee, Rührei, Haare nicht geföhnt. Wohlwonnewolkenbausch.

Zwischenspiel.

Alle Glieder zittern. Erschöpfung, Erregung. Andersinmirgefühl. Für bald.

5ter Tag, Name egal. Im Oktember im Heutegesternmorgen.

Scheiße labern is schwerer als ausschweifend philosophieren.

"Schon wieder soviel in meinem Kopf, alles. Aber nichts." Genau das. Dein Köpfchen kennt das auch.

Heimlich und immer ehrlich sollte es im Wortkauderwelsch um wen ganz anderes gehen, um ein paar Stopps in diesem tropfenden, blinkenden Zeitfenster. Stroboblitze eben. Anfangs rosa Licht, dann Dunkelheit, nun Strobo. Und heiße Lampen, zu nah ran gestellt. Begierde nämlich und Feuer und Unfug und Fehler und deine Größe, ja deine Größe, das mikrige Versagen und die Fragen.

Und dann doch nur Weichspülergeruch und Augen, schief, werden die Wochen 'n bisschen stumpfer. Und ich trage seit Neuestem Ringe unter meinen.

Die Abgefucktheit passt da rein. Das Fuck muss da rein. Und das Spiel is 'n Spiel. Ohne Regeln, beide sind wir Würfel. Du n gezinkter. Zauberwürfel, wandelbar, ohne Halt.


Fuck. Fuck. Sich Erinnerungen nicht mehr sicher sein, die gestern erst waren. Gestern, das ist ungefähr von Gummistiefeltag bis heute. Nur wann der war.

Und ja, das waren auch früher die besten Zeiten, ein Knäul aus Freiheit, Sex, Liebe, Silvester, was noch alles war in Phasen wie diesen. Ohne Zeit, ohne Plan, mittenmang. Dadurch erwachsen geworden. Im Heute das keinen Kalendereintrag trägt ähnliches Knäul und ein inneres Verlangen aufzuhalten und gleichzeitig weiterzumachen. Rekonstruktion. Gleich null. Fuck.

Warst du das? Also du warst das, aber wer bist du jetzt? Seit gestern. Und wer bin ich, wann.


Septum. Luftschlößer. Eine Zeile in meinem Umschwungtext. Proberaumhandychatsession mit kristallklaren Gefühlen und deinem Eindruck. Du, damals, Bube, Wasser, Bier, Wasserstoffblondsüß, komisch. Jetzt mein schlimmster Feind und größtes Geheimnis, Hatefuckgedanke und ein Niemand. War mein langsames Schleichen in deinen Gedanken und dann Platzen in deinen Kopf für dich so schwer? Oder nur 22 und Techno? Trotz.teeny.man.kommt.dreist.auf.ihrem.gesicht. Hab sie sofort erkannt. Erkannt dass du nichts kennst. Nur ihr Gesicht, und das hat alles schon auf der Strin stehen.


Wie konnte ich hoffen, denken, rosarotsein, wie einfach annehmen, du könntest mich tragen. Und wie mich kurz erblühen lassen durch deine Phrasen. Wenn du deine Räusche und auch dein Herz nicht mal selbst (er)trägst. Das macht an.

Here´s the point. The first, the last. An dem ich irgendwann angefangen habe auf dich zu warten.
.

Erkenntnisvermögen.

Für dich ist Straßenbahnfahren wie Zoo mit Rumfahren. Dein Kühlschrank eine Zuchtstation für Kleingetier und Geruchsexperimente. Der Rest der Küche Schlachtfeld. Dein Smartphone dein persönlichstes Persönliches und ein Paar Socken finden ist bei Dir wie Puzzel mit ganz vielen Teilen, eins fehlt mindestens immer. Oh, und ein Frauenschwarm bist Du, mit ganz viel Charme. Der hat mich nicht gepackt, dem erlieg ich nicht. Aber Dir.
Ich bin ab sofort Vernunftpart, man höre und staune, und deine Freunde werden mich hassen. Meine zicken auch schon, selten hab ich Zeit für wen, du riechst nämlich so gut.
Ich hatte irgendwann Mal den Mut, alles loszulassen, mich loszulassen und auch das Leben mal Leben sein zu lassen. Alle warteten wir auf den großen Aufprall, zwischen meinem Trugschlußbild und der Echtheit der Zeit. Heute erst war ich dankbar für diesen Leichtsinn.
Da kam der, der aussieht wie ein deutscher Schauspieler. Hätte ja nur Schauspielerei werden können. Oder dummes Rumficken. Fast wäre es der Aufprall gewesen, die Abzweigung, nach der es den Bach runter geht, das Sofa, auf dem ich bleibe, ohne darauf zu sitzen.

Aber dann war es Normalnull, Ursprungsgerade, x = y, Intellekt gegen Kreativität.

Ich mag Dich sehr.

[Intellekt (zu lat. intellectus: Innewerden, Wahrnehmung, Erkenntnis) bezeichnet die Fähigkeit, unter Einsatz des Denkens Erkenntnisse und Einsichten zu erlangen; Denk-, Erkenntnisvermögen. Der Begriff steht in engem Bezug zu dem der Vernunft und des Verstandes.]

Ein Fuck.you.Ende oder: Wie ich die Fairness des Universums in Gang setze.

Ich verschicke alle Lügen, Grauzonen, Falschheiten, Doppelmoralen, überzogenen Selbstbilder, verbreitete Gerücht und nie gesagten Danke schick verpackt per Eilsendung, mit einem Zettel dran:
„Irgendwann kommt alles im Leben zurück!“
Im Zweifel adressiert an Alle.

„Ich will das nicht mehr,
Ich wollte da immer drüber stehn.
Jetzt steh ich mitten drin.
Na sowas.

Und ich dreh mich im Kreis und sing:
Über das ewige Licht,
Die Blitze ins Nichts
Und die ewige Frage: Wie soll's jetzt weiter gehen?
Das weiß ich doch auch nicht“

Den Weg muss man irgendwann bis zum Ende gehen. Und zwar allein.



OhneTitel

Wie ergeht es dir und deinem Leben da draußen, an diesem anderen Fleckchen Stadt?
Du hälst dein Gesicht hoffentlich weiterhin dem rauhen Alltagswind entgegen und genießt dabei die besonderen Gezeiten, irgendwer muss schließlich ein gutes Lebensbild abgeben und auf dem Weg sein, zu schaffen, was denn geschafft werden muss.
Sage übrigens Bescheid wenn du herausgefunden hast, wie man was herausfindet.

Ich wundere mich in der letzten Zeit, in der ein halbes Jahr auf ein paar Tage gequetscht wird und ich den Überlick in Zeitangaben verliere, über Erinnerungen, derer ich seit Erleben nicht mehr erinnert habe. Geformt aus langverlebten Bildern, druckfrisch aber doch Lichtjahre alt. Aus dem Nichts tauchen Geschichten, Worte, Lieder, Gesichter wieder auf, ich stoße auf fast vergessene Dinge.
Davon lebt man doch schließlich und letzendlich? Vom Erinnern, wie Atmen für's Gefühl, damit man weiß, wer man ist und war und sein wird.
In solchen Momenten wie 2011, in denen so viel hängenbleiben könnte. Aber nicht bleiben wird.
Im Zweifel bin Ich die, die hängenbleibt.
Orte und Menschen können schon einen Tag später nicht mehr als Realität und Reihenfolge eingeordnet werden. Da holt sich mein Gefühl den Geist zu Hilfe um nicht Atemnot zu leiden und kramt. Kramt nach noch nicht erinnerten Erinnerungen.
Hallo Vergangeheit, denke ich mir dabei, den Platz den du gerade besetzt bräuchte ich doch, den brauch ich doch für Fünftagesunterwegssein, braucht auch nur die Kapazität von einem Tag, wirklich, mach Platz!
Aber Geist und Gefühl haben einen Pakt geschlossen. Dass sie den Platz besetzen wollen, mit wertvollem. Minuten, Stunden und Sekunden aus Glück und Verrücktheit und Dir. Solange, bis wieder was anklopft, das ebenbürtig ist.
Ich schreie dann. Ich schreie um meinen Verstand, der mir sagt, dass ebenbürtig nicht machbar ist. Bedeutet das, mein Wesen bleibt ein Bruchstück aus einem Jahr?
Bis nach und nach dieses Jahr vergessen wird, die Natur auslöscht und ich am Ende aus nichts Anderem bestehe als aus der wagen Ahnung, als eine Erinnerung existiert zu haben. Wie fühlt sich das wohl an? Ich lasse meine Panik Fotos auf Haken aufhängen, künstlich hergestellte Rückblicke, verzweifelte Versuche den Moment 2008-2011 entstehen zu lassen und in die Zukunft zu tragen, nach einer Möglichkeit hadernd, mein Ich herzustellen und allem Leben einzuhauchen.

Weißt du, das soll sowas heißen wie: „Scheiße, ich verliere die Bezüge zu Realitäten, ich stoppe gerade an Punkten, die ich physisch längst passiert habe, einfach für meinen Kopf, der diese Schönheit von früher braucht, diese eine unsere Schönheit, der all die abgedrehten Dinge, Momente, Nächte und Katastrophen braucht. Diese Art brauche ich zum Leben. Und nun stehe ich da. Ich frage dich. Wie? Wann hast du deine Nischen gefunden, die magischen Momente, wovon zehrst du? Geht ebenbürtig? Geht ebenbürtig für den Moment? Leichter ist es sicher aufzugeben, nicht mehr zu suchen, zu löschen, auf Werkseinstellung zurückzusetzen.

Mein Gedächtnis soll gerade keine 2 Sekunden alt sein. Alles vergessen haben.

Doch noch erinnere ich mich, an alles.

Nun sage mir, wie ergeht es dir?