Vom Beginnen und vom Enden einer Liebe

In meinem Schlafzimmer fliegt ein Marienkäfer umher und der hat eine Laserkanone!


Meine Anwesenheit stellte sich diese Nacht als Überragend dar. Meine Schlaflosigkeit ebenfalls. Ich kann diese Nacht nicht schlafen. Aber diese Nacht ist es nicht schlimm. Kein grämen im Gedankensud, kein Ausmalen von was wäre wenn. Pures Wachen gepaart mich Kreativität. Und Balsam für die Seele ob des Wesens in meinem Bett. Bettet sich weich. In meinen Gedanken.


Natürlich kommt es immer anders als man denkt. Alles andere wäre fad. Und diesmal so voll Überraschung.


Nach einer zerfeierten Nacht stundenlang in fremden Küchen sitzen. Sich kennenlernen für den Moment. Keine inszenierte Wunschvorstellung. Keine Phantasie eines Einsamen. Bunte Realität der Technowelt.


Und heute schon tiefes Beisammensein. Sich beschnuppern. Kennenlernen für´s Leben. Mit Resultat. Und falls nicht wird man es merken. Und es wird ausgesprochen. Der Offenheit wegen. Die vielleicht nur aus der bunten Technowelt kommt. Aber dennoch ihren Platz gefunden hat im Herzen.


Vergangenheiten in der Gegenwart teilen. Stumpfsinn wegwischen. Und der Hunger nach mehr.












Aber das Leben spielt nicht immer so, wie man das gerne hätte. Und die Persönlichkeiten sträuben sich gegen das, was das Herz sich wünscht. 












Mit dem Ebenbild des Gefühlsbildes im gleichen Bett


Für uns war es so etwas wie Ewigkeit. Im Herzschlag der Zeit zu sitzen und gespannt zu sein, was passiert. Und wenn es nicht mehr schlägt, das Zeitherz, haben wir gesagt, dann werden wir das merken und den Uhrenkasten wieder verlassen. Vielleicht haben wir uns an das Pendel gehangen und wollten selbst bestimmen. Den Takt vorgeben, jeder einen anderen Augenblick. Noch dazu war es Sommer, als wir unsere Uhr aufzogen. Es ging alles etwas langsamer, eben genau so, wie man es gerade wollte. Und wenn wir es nicht mehr wollten, haben wir gesagt, dann muss ja nichts. Nicht wahr, das haben wir gesagt. Ob wir es gedacht haben, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Aber gefühlt haben wir es. Mit dem Ebenbild des Gefühlgebildes im gleichen Bett.
Die Offenheit der bunten Technowelt gefunden und sie sogleich wieder verloren. Weil nicht alles Gold ist was glänzt, nicht wahr mein Schatz. Das wissen wir. Wir haben gesagt, wir werden merken, wenn es nicht klappt. Ein Scheißdreck ist passiert. Nichts haben wir gemerkt. Und schon gar nicht gesagt. Nur willkürlich an den Zeigern gedreht und gehofft, es merkt keiner. Doch die Welt ist ebenso gegen uns wie unsere Gedanken es nur sein können.
Man dachte. Man dachte so viel. Und man sagte. Nur gesagt und versucht das auch zu fühlen. So war es doch. Oder täusche ich mich. In meiner kleinen Burg fing alles an. In meiner kleinen Burg sollten Kämpfe ausgefochten werden, Lieben geteilt und Monde entdeckt werden. Magie neu erfunden und Leichtigkeit gelebt werden. Vor dem Angesicht unserer Leben. Als wollten wir ihnen ins Gesicht schreien, wir können doch. Und wenn nicht, dann treten wir zurück. Stark genug, ehrlich genug. Aber auch blind genug.