Wenn sich die Discokugel am Kirschbaum dreht.

Die Sonne prallt vom Himmel und heizt an, der Bass wummert im Takt unserer Herzen, unsere Herzen schlagen im Rhythmus des Beats. Alles ist in Ordnung in unseren Welten die wir uns geschaffen haben in diesem Moment. Die

sich berühren u die wir noch ein paar Stunden halten werden. Seifenblasen voll Gefühl und Vertrauen. Worte der Sehnsucht und der Wahrheit. Wahrheit und Wahn. Auf diesem Sofa findet alles seinen Platz. Streicheleinheiten und Fremde. Gläserklirren und Kippe schnorren. Wumernder Bass auf „Guten Morgen Sonnenschein“. Die Schönheit der Dinge: Sattes Grün vor dem Himmelblau, Schweißperle auf blasser Haut. Es trieft vor Kitsch und riecht auch nur im Rausch nach Zuckerwatte. Das ist Floskel, das ist „den Moment leben“. Dein Leben zu Augenblicken schmelzen zu lassen.

Das Schöne ist doch, dass man es nicht beschreiben kann. Und auch nicht muss. Und eigentlich nicht darf, das sonst die Magie gestohlen wird.

Das innere Monster.

Gib 8 sonst frisst es Dich auf,
und nimmst du dies in Kauf,
bist du verloren für immer
im unendlich dunklen Zimmer
der Ungewissheit,
die Dich niemals befreit!

"Du kannst wenn du willst mit den Teufeln tanzen, doch dann: glaub auch dran!" Chapeau Claque

Ich schmeiße das Uns raus und schlage die Türe zu.

Es ist alles so beschissen beschissen, das es schon fast wieder Humor ist. Fehlen denn die Exzessivnomen meines Lebens? So wie die Lautstärke ohne Musik. Das Lackentfernen von Asphalt, splitternd, in alle Ritzen gekrochen. Klammern in Haaren, die nicht mehr loslassen. Flyerschnipsel und Fotonegative zu einem großen Bild geflickt, das deinen Namen ergibt. Ich begieße es mit Wein, weine ganz leise und reiße alles wieder ein. Exzessivnomen, Scheiße! Lasst mich los, lass mich los, ich lasse euch nicht mehr in mein Leben. Dich nicht mehr in mein Leben, mich nicht mehr herein.
„Why would you try to make me friends with them soldiers ?
When you know that I've never been familiar with orders
When you know that my heart is in a pretty disorder
And you should know that in my heart you fill every corner“
Schmeiße das Uns raus und schlage die Türe zu. Putz bröckelt, Putz hält zusammen. Exzessivscheiße, Nomen!
Eine Flauschdecke auf Beton macht nichts weicher.
Mein Kopf explodiert also schmeiße ich mich hinaus und füttere ihn mit Schönheit. Schönheit, Schokomuffins und Schorlenwein ohne Schorle.
Telefonstecker ziehen und warten. Auf das endlos stille Klingeln. Alle Wahrnehmung ausgrenzen, das Fühlen aller Anfang.

Weil bei dir mein Bauchweh anfängt.

Sprachenlose Worte als Waffe gegen mich. Keine Antwort, keine Zeichen. Da sein oder nicht.
Meist nicht und das ist das Schönste. Wenn du da warst und nicht mehr kommst. Im Ungewissen die Zeiger laufen lässt und ich nur das Gefühl deiner Existenz da draußen habe. Kein Bauchweh.
Dann dein Wuschelkopf an meinem Herzen, ganz nah.
Die Zeiger stehen und die wortlose Sprache gewinnt den Krieg des Reigens um uns.
Keine Wiederkehr, stummes Streiten, laute Einverständniss. Nur nach außen, da ist ein Nichts.

Vom Beginnen und vom Enden einer Liebe

In meinem Schlafzimmer fliegt ein Marienkäfer umher und der hat eine Laserkanone!


Meine Anwesenheit stellte sich diese Nacht als Überragend dar. Meine Schlaflosigkeit ebenfalls. Ich kann diese Nacht nicht schlafen. Aber diese Nacht ist es nicht schlimm. Kein grämen im Gedankensud, kein Ausmalen von was wäre wenn. Pures Wachen gepaart mich Kreativität. Und Balsam für die Seele ob des Wesens in meinem Bett. Bettet sich weich. In meinen Gedanken.


Natürlich kommt es immer anders als man denkt. Alles andere wäre fad. Und diesmal so voll Überraschung.


Nach einer zerfeierten Nacht stundenlang in fremden Küchen sitzen. Sich kennenlernen für den Moment. Keine inszenierte Wunschvorstellung. Keine Phantasie eines Einsamen. Bunte Realität der Technowelt.


Und heute schon tiefes Beisammensein. Sich beschnuppern. Kennenlernen für´s Leben. Mit Resultat. Und falls nicht wird man es merken. Und es wird ausgesprochen. Der Offenheit wegen. Die vielleicht nur aus der bunten Technowelt kommt. Aber dennoch ihren Platz gefunden hat im Herzen.


Vergangenheiten in der Gegenwart teilen. Stumpfsinn wegwischen. Und der Hunger nach mehr.












Aber das Leben spielt nicht immer so, wie man das gerne hätte. Und die Persönlichkeiten sträuben sich gegen das, was das Herz sich wünscht. 












Mit dem Ebenbild des Gefühlsbildes im gleichen Bett


Für uns war es so etwas wie Ewigkeit. Im Herzschlag der Zeit zu sitzen und gespannt zu sein, was passiert. Und wenn es nicht mehr schlägt, das Zeitherz, haben wir gesagt, dann werden wir das merken und den Uhrenkasten wieder verlassen. Vielleicht haben wir uns an das Pendel gehangen und wollten selbst bestimmen. Den Takt vorgeben, jeder einen anderen Augenblick. Noch dazu war es Sommer, als wir unsere Uhr aufzogen. Es ging alles etwas langsamer, eben genau so, wie man es gerade wollte. Und wenn wir es nicht mehr wollten, haben wir gesagt, dann muss ja nichts. Nicht wahr, das haben wir gesagt. Ob wir es gedacht haben, da bin ich mir nicht mehr so sicher. Aber gefühlt haben wir es. Mit dem Ebenbild des Gefühlgebildes im gleichen Bett.
Die Offenheit der bunten Technowelt gefunden und sie sogleich wieder verloren. Weil nicht alles Gold ist was glänzt, nicht wahr mein Schatz. Das wissen wir. Wir haben gesagt, wir werden merken, wenn es nicht klappt. Ein Scheißdreck ist passiert. Nichts haben wir gemerkt. Und schon gar nicht gesagt. Nur willkürlich an den Zeigern gedreht und gehofft, es merkt keiner. Doch die Welt ist ebenso gegen uns wie unsere Gedanken es nur sein können.
Man dachte. Man dachte so viel. Und man sagte. Nur gesagt und versucht das auch zu fühlen. So war es doch. Oder täusche ich mich. In meiner kleinen Burg fing alles an. In meiner kleinen Burg sollten Kämpfe ausgefochten werden, Lieben geteilt und Monde entdeckt werden. Magie neu erfunden und Leichtigkeit gelebt werden. Vor dem Angesicht unserer Leben. Als wollten wir ihnen ins Gesicht schreien, wir können doch. Und wenn nicht, dann treten wir zurück. Stark genug, ehrlich genug. Aber auch blind genug.