Ohne Dich.

Nicht vor und nicht zurück.
Komm ich.
Im Dickicht dieser Zeit.
Bin ich.

Keinen Schritt weiter.
Komm ich.
Im Unglück des Moments.
Bin ich.

Ohne Arme ohne Beine.
Komm ich.
Gestern, heute, morgen.
Bin ich.

Komm ich noch an.
Bin ich noch da.

Nicht, kein, ohne.
Dich.

Bin ich.

Du dein. Ich mein. Wir unser.

Die Zukunft die wir haben können gegen die Vergangenheit die wir hatten.

Das Zuviel und das Zuwenig, mal hier mal dort, von dir zu mir und immerfort.
Das Auf, das Ab das Immerwieder, mal hast du mich gern mal ich dich viel lieber.
Die Fehltritte mit Verstand und die Liebesbeweise die verkannt.
Wie eine Ewigkeit und wie seit gestern aber erst morgen, ich werd mir deine Gedanken borgen.
Unbefähigt stillundleer, schmetterlingsbeflügelt weit, wann finden wir unsere Zeit.
Reines Begehren unter fortwährender Flucht, wir sind unsere größte Sucht.
Lieben, hassen, suchen, finden, wie Papierschnipsel, verbinden.
Du dein, ich mein, wir unser.

Die Zukunft die wir hatten gegen die Vergangenheit die wir haben können.

Zwischen 18 und 25.

Liegen 2553 Tage, endlose Stunden, ewige Sekunden, Tage auf Minuten gepresst.
Wirren und Selbsterkenntnis, Sprudel und Eitelkeit, Zurückkehren und die Vergangenheit nicht gelten lassen.
Vergessen, erinnern, aufzählen, lieben, umkehren, scheitern, weiter machen, Kopf verlieren.
Wer man ist und war kann man an Frisuren festmachen und Lieben, an Umzügen, geleerten Gläsern, gewaschener Wäsche und benutztem Geschirr, an Irrglauben, Gerüchten.
Wir alle waren dabei und doch war niemand da, sind wir nicht, sind wir nichts, werden wir alles sein und spiegeln uns immer wieder und wieder.
Da waren gesendete Nachrichten und nicht getätigte Anrufe, die Wichtigkeit drängte sich auf wie brennende Narben, als hinge davon ab was existiert. Dann, jetzt, fällt dir kein einziger mehr ein, kein Name, keine Nummer, kein Grund und nie der Wunsch.
Kann man festmachen an Tänzen die man nie beendet hat, Stimmen die man nie vergisst, Jahre, all die Jahre, gequetscht, verbeult, gezogen, glitzernd, schäbig. Niemand wollte glauben.
Du weißt wer du warst, doch vielleicht weißt du nicht wer du bist.
Du weißt wer du bist, doch vielleicht weißt du nicht wer du warst.
Wohin, woher, warum und wann.
Die Tage sind gezählt, von mir, ich weiß nur eins: Ich bin. Immernoch und groß und gut und gestern, morgen, für Dich, für mich, für irgendwen im Hier.



Paul Leander.

Ich schreibe Dir jetzt, da doch noch gar nicht geboren bist. Mein Leben hatte ich vor, dies zu tun, ohne gewusst zu haben, wann es dich geben mag, ob es dich geben mag. Vielleicht ist dies für die Zukunft, vielleicht nur für das Jetzt.
Irgendwann hinterlasse ich dir Zeilen aus meinem Leben, all die Worte, nur für Dich.
Du musst wissen, hier draußen warten ne Menge Leute, die sich riesig auf Dich freuen. Manchmal kann ich noch gar nicht glauben, dass du bald hier bist.

Traenen warten nicht bis Schlag 12.

Sie schmecken nach der Gewissheit, dass die Zeit rennt. Und danach, dass man nichts und alles in der Hand hat. Das soviel hinter einem liegt, wie nur vor einem liegen kann. Der Geschmack der Raumzeit, für 12 Monate gewesen zu sein, hier und dort und überall, atmend, stockend, liebend.

Fremdtext.

[Schael dich aus dem Torf
Lass den Regen helfen
Der Dunst der Nebel
Wie der Tau in der Knospe ertrinkt
Waelz dich entlang der Suempfe
Wunder die Wege
Wiege die Krumen
Kratz dich raus
Schicht um Schicht

Ein Jahr, 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 5.256.000 Atemzuege.

In manchen Momenten mehr, in manchen beinah kein einziger.
Unzählige umgeschüttete Tassen und Gläser, getanzte Tänze, verlorene Tränen, geträumte Träume, unbeantwortete Fragen.
Nirgendwo hingewollt aber irgendwo angekommen.
Dazwischen Du, Er, Sie, diese Party, jene Party.
Abschied, Willkommen sein, Vergiß mein nicht, Auf Wiedersehen.